Nice Review from Jena!

Wahlverwandtschaften mit mancherlei Steigerung 

Bewegender Abschluss der Philharmonischen Reihe in St. Michael 

Jena. Die 3. Folge zum Thema „Wahlverwandtschaften“ hinterließ bei den Hörern tiefe Eindrücke. 

Gastdirigent Vladimir Stoupel begann mit den „Metamorphosen“ von Krzysztof Meyer. Vom Saxophon und Bläsern angestimmt, wogten wunderbare Klänge durch das Kirchenschiff, reich an thematischen Episoden mit mancherlei Steigerungen bis zum an den Anfang erinnernden Finale und Neugier weckend auf die Wiedergabe des Violinkonzertes d-Moll (Originalfassung) von Robert Schumann. 

Als Solistin wirkte die Isländerin Judith Ingolfsson, eine international gefeierte Interpretin. 

Vom ersten Takt an gewahrt man Schumanns ungewöhnliche Herangehensweise an das Soloinstrument Violine im Geist der Zeit. Der Solopart erklang melodisch doppelgriffig virtuos zum Orchester, der langsame Satz mehr gesanglich geprägt und ein Übergang ins Finale voll rhythmischer Raffinessen. Große Begeisterung für Solistin, Dirigent und Orchester. 

Johannes Brahms bemühte sich lange um die Komposition von Sinfonien. Ein Jahr nach der 1. Sinfonie fand die Uraufführung seiner Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 am 30. Dezember 1877 in Wien statt. 

Wenn St. Michael mit ihrem Nachhall nicht immer ideal für Sinfoniekonzerte ist, so faszinierten die Klänge vom Horn und anderen Bläsern zu den Streichern. 

Ostthüringer Zeitung, 09. Juni 2018

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